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Sukow 1348 - 2002 
Chronik eines Dorfes in Mecklenburg-Vorpommern

chronikIn einer Chronik mit 304 Seiten wird die wechselvolle Geschichte des Dorfes
Sukow mit seinem heutigen Ortsteil Zietlitz
in anschaulicher Weise erzählt.

  • Geleitwort des Bürgermeisters Horst-Dieter Keding   lesen...
  • Vorwort des Verfassers Christel Stein   lesen...
  • Autoren der Chronik stellen sich vor   lesen...
  • Die Chronik Sukow beinhaltet folgende Themen   lesen...
  • Die Chronik des 1945 verstorbenen Lehrers Ulrich Zinck   lesen...
  • ERKLINGE, MEIN LIED (Zur 650-Jahr-Feier Sukows, 16. Februar 1998)   lesen...
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Zum Geleit

kedingDas Jahr 1998 stellte für die Geschichte unserer Gemeinde ein ganz besonderes Datum dar: Die Gemeinde Sukow feierte den 650. Geburtstag.

Mit vielen festlichen Veranstaltungen wurde dieses Jubiläum durch persönliche Anteilnahme und aktive Mitgestaltung vieler Sukower Bürger begangen. Es war auch Anlass für den Beginn der Erarbeitung einer Sukower Chronik. Mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Sukow, im Jahre 1348, begann eine interessante und wechselvolle Geschichte unseres Dorfes. Ein lebendiges Verhältnis zur Vergangenheit unserer Gemeinde kann sich aber nicht nur auf lange zurückliegende Zeitabschnitte beschränken, sondern muß auch die jüngste Vergangenheit berücksichtigen.

Mit der vorliegenden Chronik von Sukow, halten sie ein Stück Geschichte seit Gründung unseres Dorfes bis in die Gegenwart in den Händen. An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten an diesem Werk meinen Dank aussprechen. Namentlich möchte ich besonders den beiden Hauptautoren Christel und Dieter Stein danken, die es verstanden haben die Sukower Geschichte in einfacher, für jeden Bürger verständlicher Form, darzustellen.

Karl Georg Haustein aus unserer Nachbargemeinde Plate gebührt ebenfalls ein herzlicher Dank für sein Mitwirken an der Fertigstellung der Chronik. Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass die vielen vorhandenen Bilddokumente, die aus Platzgründen hier nicht veröffentlicht werden konnten, in einer zeitgemäßen Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Als Ergänzung zur vorliegenden Chronik hat Karl Georg Haustein eine CD-Rom zusammengestellt, die neben den erwähnten Fotos auch interessante Tondokumente beinhaltet.

Weiterhin hat zeitweise Ruth Krohn aus Sukow an der vorliegenden Chronik mitgearbeitet. Danken möchte ich auch Willi Schlät aus Oberkochen, der uns die Aufzeichnungen seines Vaters über das Kriegsende in Sukow/Zietlitz zur Verfügung gestellt hat, die wir ungekürzt in die Chronik übernommen haben. Weiterhin soll auch erwähnt sein, das die vorliegende Chronik aufbaut auf der Chronik des 1945 verstorbenen Lehrers Ulrich Zinck, der die Sukower Geschichte von den Anfängen bis in die 40er Jahre des 20.Jahrhunderts erforscht hat. Auch diese Chronik hat es verdient einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

Eine umfangreiche Schulchronik mit vielen Fotos stellte uns der ehemalige Lehrer und Schuldirektor aus Sukow, Ludwig Paetow zur Verfügung. Ein letzter Dank soll den Bürgern der Gemeinde Sukow und allen hier nicht Genannten gelten, die mit Zuarbeiten zu dieser Chronik in Form von Informationen, Unterlagen und Fotos an der Vorbereitung und somit auch zum Gelingen dieser umfangreichen Schrift mitgewirkt haben.

Viele ältere Bürger werden sich in dieser Dorfgeschichte, in Erinnerung an vergangene persönlich erlebte, zum Teil sehr schwere Zeiten, wiederfinden. In unserer Zeit ist es doppelt notwendig, die Erinnerung an die Vergangenheit wach zuhalten und unserer Jugend weiterzugeben. Einmal ist der Wert geschichtlicher Tradition und die Beschäftigung mit der Heimatgeschichte unabdingbar. Zum anderen vermögen die Besinnung auf die Vergangenheit und die Erkenntnis ihrer Leistungen und Fehler immer wieder Kraft zu spenden zur Meisterung der Gegenwart. Echte Tradition ist nicht ein Traum von der „guten alten Zeit“, sondern ein belebender Ansporn zu neuem Schaffen, zur Erhaltung und Fortentwicklung der großen Werte, welche die Vergangenheit in unsere Hände gelegt hat.

Die Geschichte unserer Gemeinde ist zu allen Zeiten die Geschichte ihrer Bürger. Alles, was unsere Gemeinde geworden ist und was sie erschaffen hat, verdankt sie allein ihren Bürgern und ihrem lebendigen Bürgersinn. Wir wollen darauf achten, dass dieser Bürgersinn, von dem diese Chronik für uns und für die nachfolgenden Generationen berichtet, erhalten bleibt als ein gutes und festes Fundament, auf dem die Zukunft unserer Heimatgeschichte ruht. Die Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft des Dorfes liegt in unser aller Hände und somit auch die Fortführung der bisher entstandenen Dorfchronik von Sukow.

Der Inhalt dieses Buches wurde mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengetragen und verarbeitet. Dennoch kann die Gewähr für eine Vollständigkeit nicht übernommen werden, da oftmals schriftliche Zeitzeugnisse fehlen.
Anregungen, Hinweise von Bürgern, ob mündlich, schriftlich oder in Form von Zeitdokumenten und Bildern zu der vorliegenden Chronik sind jederzeit willkommen.

So wünsche ich den Ansässigen, Ehemaligen und Auswärtigen viel Freude mit diesem Buch.

Sukow, im April 2002

Horst-Dieter Keding
     Bürgermeister                                                                                                                     wieder nach oben

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Vorwort der Verfasserin

frau steinDie Gemeinde Sukow am Lewitzrand, die in ihrer Vergangenheit entscheidend von der Landwirtschaft und dem ländlich typischen Handwerk geprägt war, beging im Jahre 1998 ihren 650. Geburtstag.

Unser Dorf hat im Laufe der Jahrhunderte eine wechselvolle Geschichte erfahren. Über Jahrzehnte hatte Sukow mit seinem Ortsteil Zietlitz, der bis 1949 eine selbständige Gemeinde war, konstant eine Einwohnerzahl knapp unter der 1000er-Marke. Erst nach der geschichtlichen Wende, mit der Wiedervereinigung der beiden bestehenden deutschen Staaten, wurde mit dem Erwerb von Gemeindeland durch den Bauunternehmer Carsten Bunsen aus Crivitz im südöstlichen Teil der Sukower Feldmark ein Neubaugebiet erschlossen und eine Wohnsiedlung errichtet.

Heute hat Sukow mit seinen neuen Bürgern aus dem Wohngebiet "Flakenfort", "Achterstraße" und "Triftweg" und denen, die sich in noch vorhandenen Lückenbereichen im alten Dorfteil eine Heimstatt geschaffen haben, eine Einwohnerzahl von 1600 erreicht. Das soll in etwa auch für die Zukunft die Größenordnung sein, um den dörflichen Charakter der Vergangenheit zu bewahren.

Ortsgeschichten haben heute Konjunktur. Dafür gibt es einen Grund, denn nur aus der Kenntnis der Vergangenheit heraus erwächst das Verständnis für die Gegenwart. Nur wer weiß, wie ein Dorf in seiner unverwechselbaren Eigenart entstanden ist, wird ermessen können, welche bedeutsamen Veränderungen sich besonders in den letzten Jahrzehnten vollzogen haben. In diesem Sinne soll das vorliegende Buch alle Sukower Bürger mit der Vergangenheit ihres Dorfes vertraut machen. Nicht jedem Leser wird alles neu sein.

Der Lehrer Ulrich Zinck hat in seiner Chronik bis 1945 Sachverhalte der Vergangenheit teilweise sehr umfangreich dargestellt. Über den Bereich der Schule liegt vom ehemaligen Schuldirektor Ludwig Paetow zum Zeitraum 1945-1978 eine aufschlussreiche Schulchronik vor. Unberücksichtigt geblieben sind jedoch viele Teilbereiche des gesellschaftlichen Lebens bei der Bewahrung der Vergangenheit. Das ist der Grund dafür, dass ein Buch erarbeitet wurde, das weitestgehend eine zusammenfassende und ergänzende Darstellung unserer Dorfgeschichte enthält.

Hierfür war die Mitwirkung der ältesten Sukower Bürger in vielen persönlichen Gesprächen besonders notwendig und wertvoll. Ihnen gilt der besondere Dank für die Bereitstellung von Fotos und Unterlagen. Gerade in der reichhaltigen Illustration liegt das Interesse, denn oft sagt diese mehr aus, als manches geschriebene Wort. Ganz nebenbei und nicht in der Aufgabenstellung enthalten ist eine umfangreiche Fotodokumentation über Sukow entstanden, die bei besonderen Anlässen unseren Bürgern zugänglich gemacht werden sollte.

Wenn einige Bereiche hier nur andeutungsweise, andere sehr ausführlich dargestellt wurden, so liegt das zum einem in den nicht ausreichend verfügbaren Quellen, zum anderen haben die Wichtigkeit besonderer Geschehnisse für das Leben unserer Menschen im Dorf bei den Darlegungen eine Rolle gespielt. Das hier vorliegende Buch ist das Ergebnis einer AB-Maßnahme, die mir von der Gemeinde Sukow im 650. Jubiläumsjahr unseres Dorfes erteilt wurde.

Mein besonderer Dank gilt meinem Ehemann Dieter. Er ist hier geboren und aufgewachsen und hat mich bei der Erfüllung dieser Aufgabe entscheidend unterstützt. Wer mehr über spezielle Aussagen aus den angegebenen Unterlagen wünscht, hat die Möglichkeit der Einsichtnahme in die vorhandenen Dokumente im Amt Banzkow.

Möge dieses Buch dazu beitragen, dass sich alle ehemaligen und neuen Sukower Bürger mit ihrer interessanten Dorfgeschichte identifizieren und sich gemeinsam dem Wohle und der weiteren Gestaltung ihres schönen Dorfes widmen.

Christel Stein                                                                                                                                                                              wieder nach oben

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Autoren der Chronik stellen sich vor:

Ulrich Zinck
zinkUlrich Zinck, geb. am 25.05.1891 in Hohen Viecheln, kam mit seiner Familie 1930 aus Lübesse, Kreis Schwerin nach Sukow und übernahm die 1. Schulstelle im Schulhaus an der Kirche. Herr Zinck erwarb sich sehr bald bei den Einwohnern Achtung und Anerkennung durch sein Auftreten als Lehrer in der Öffentlichkeit.

Sein besonderes Engagement widmete er in seiner Freizeit der Erforschung der Sukower Dorfgeschichte. Dabei berührte er verschiedene Lebensbereiche bis in die ferne Vergangenheit. Ein besonderes Augenmerk richtete Zinck auf Kriege und schlimme Zeiten und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf das Dorf und seine Bewohner. Er untersuchte und erforschte Funde und Fundstätten menschlicher Ansiedlungen verschiedener Zeitalter bis in die Gegenwart.

Ulrich Zinck schrieb seine Forschungsergebnisse in seiner Chronik nieder, die als Abschrift oder Kopie in Haushalte Eingang  fand. Als Offizier der Reserve wurde ihm die Führung der Volkssturm-Formation in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges auferlegt. Als die russischen Truppen dann 1945 mit Raub, Plünderung und Vergewaltigungen in Sukow Einzug hielten, kam Lehrer Zinck, der bis dahin sehr gewissenhaft die 1. Schulstelle geführt hatte, damit nicht zurecht. Er entschloss sich mit seiner Familie im Mai 1945 in den Freitod zu gehen. Sein Werk hat als Grundlage für diese Gesamtchronik darin Eingang gefunden.
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Ludwig Paetow
paetowLudwig Paetow, geb. am 17.04.1917 in Schwaberow im damaligen Kreis Hagenow, wurde nach seiner Militärdienstzeit 1946 durch das Kreisschulamt als junger Neulehrer mit seiner Familie an die Schule II in Sukow vermittelt. Im Jahre 1950 übertrug man ihm bereits die Funktion des Direktors der zwei Sukower Schulen. Ludwig Paetow bekleidete dieses Amt nach weiteren persönlichen Qualifizierungen bis 1978.

Als Fachlehrer für Geschichte und Geografie galt sein besonderes Interesse auch der Heimatgeschichte und den unmittelbaren Geschehnissen des Dorfes und seiner näheren Umgebung. So nimmt es nicht Wunder, dass Ludwig Paetow über das Schulwesen während der Zeit seiner Lehrerlaufbahn von 1946-1978 eine umfangreiche Schulchronik erarbeitete, in der zwangsläufig auch andere Lebensbereiche der Sukower Dorfentwicklung eingeflossen sind.

Eine Sammlung von Fotodokumenten wurde zu einer wertvollen Ergänzung des geschriebenen Wortes. Diese Schulchronik in gekürzter Form und einige ergänzende Fotoaufnahmen sind in das vorliegende Gesamtwerk als wertvolle Grundlage aufgenommen worden. Die Angehörigen des 1945 verstorbenen Lehrers Ulrich Zinck und der ehemalige Sukower Schuldirektor Ludwig Paetow sind mit der Einarbeitung der hier genannten Unterlagen und ihrer Veröffentlichung einverstanden.

Der inzwischen verstorbene Sohn von Ulrich Zinck, der Ingenieur Hermann Zinck war selbst, gemeinsam mit Ludwig Paetow, an der Aufarbeitung von Materialien einer zeitweiligen Sukower Chronistengruppe beteiligt. Weitere Autoren, von denen teilweise Auszüge und Beiträge verwendet wurden, entnehmen Sie der Inhaltsangabe bzw. dem Quellenverzeichnis zu dieser Chronik. Die Urheberrechte sind weitestgehend unberührt geblieben.
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Christel Stein    
frau steinChristel Stein, geb. Jegszenties, geb. am 21.06.1940 in Unterfelde, Kreis Goldap in Ostpreußen, kam als Flüchtling 1945 mit ihrer Mutter und sechs älteren Geschwistern nach Banzkow im Kreis Schwerin in Mecklenburg. Nach Abschluss der Grundschule gelangte sie später durch eine Freundschaft mit ihrem heutigen Ehemann Dieter Stein nach Zietlitz in die Büdnerei seiner Eltern. Christel wurde von der Pieke auf mit der Landwirtschaft vertraut und lernte später als Agrotechnikerin in der LPG die moderne Technik zu beherrschen.

1958 heirateten beide und es gingen zwei Töchter und ein Sohn aus ihrer Ehe hervor. Die junge Familie zog 1968 nach Sukow. Mit der Aufnahme einer Tätigkeit in der Kindererziehung ging ab 1983 ein Lebenstraum für Christel in Erfüllung, den sie mit neun Jahren als Köchin in der Sukower Einrichtung fortsetzen konnte. 1998, im 650. Jubiläumsjahr ihres Heimatortes Sukow, fotodokumentationerhielt Christel Stein von der Gemeinde den Auftrag zur Erarbeitung einer Broschüre zur Sukower Dorfgeschichte übertragen.

Das dazu fertiggestellte Manuskript und eine Bilddokumentation mit nahezu 500 gesammelten Fotoaufnahmen und Kopien zur Sukower Dorfgeschichte der älteren und jüngeren Vergangenheit, wurde am 30.06. 1999 übergeben.
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Dieter Stein
herr steinDieter Stein, geb. als Sohn des Büdners Johann Luck am 08.08.1936 in Sukow, kam als Halbjähriger nach dem frühen Tod seiner Mutter zu seinen späteren Adoptiveltern (Onkel und Tante) Paul und Anna Stein nach Zietlitz. Er wuchs in der Büdnerei auf, besuchte die Schule in Sukow und Schwerin.

Nach seiner Heirat mit Christel Jegszenties war der studierte Landwirt und Ingenieurpädagoge in der LPG beruflich über 15 Jahre in der Berufsausbildung und der Erwachsenenqualifizierung tätig. 1981 wurde Dieter Stein zum hauptamtlichen Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde berufen. Nach elf Dienstjahren trat er 1992 in den Vorruhestand.

Großes Interresse zeigte er bei der Pflege und Erhaltung mecklenburgischen Brauchtums und der niederdeutschen Mundart. So war es nicht verwunderlich, dass sich Dieter Stein als Vorruheständler mit der Aufgabenstellung seiner Ehefrau zur Aufarbeitung der Sukower Dorfgeschichte sofort identifizierte und im Auftragsjahr 1998/99 dabei wertvolle Unterstützung gab.

Beiden Eheleuten kam bei der Realisierung dieser Aufgabenstellung besonders zugute, dass sie fast 20 Jahre lang ehrenamtlich in der Seniorenbetreuung im Dorf tätig waren und damit ein heißer Draht und ein echtes Vertrauensverhältnis zu den älteren Zeitgenossen bestand. Die verantwortungsvolle Aufgabe an der Chronik wurde gekrönt durch die Bereitschaft der Bürger, Material und Fotos bereitzustellen und detaillierte Angaben zu machen.

Das vorliegende gemeinsame Werk konnte so in kurzer Zeit fertiggestellt werden konnte. Mit Engagement, mit Herz und Leidenschaft arbeiteten beide Eheleute vorhandene chronologische Unterlagen der hier bereits vorgestellten Autoren ein und stellten mit ihren Recherchen und Gesprächsergebnissen umfassend das breitgefächerte Leben in ihrem Heimatort Sukow in dem vorliegenden Gesamtwerk in Bild- und Schriftdokumenten dar.
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Karl-Georg Haustein    
hausteinKarl-Georg Haustein, geboren am 03.06.1950 in Plate, im damaligen Kreis Schwerin, erlernte nach der Absolvierung der 10klassigen Polytechnischen Oberschule Plate, im Klement Gottwald Werk in Schwerin den Beruf eines Maschinenbauzeichners für Schiffbau. Im Jahre 1972 wechselte er in das Baumechanikkombinat nach Schwerin-Görries, qualifizierte sich zum Teilkonstrukteur und arbeitete dort 18 Jahre bis zur Wende. 1974 heiratete er seine Frau Ute, geb. Schmedemann, aus Crivitz.

Nach Auflösung des Baumechanikkombinates 1991 drohte ihm die Arbeitslosigkeit. Durch ein Angebot der damaligen Firma Heinrich Schomäcker GmbH, ein Fahrzeugbauunternehmen in Schwerin Süd, konnte er übergangslos in ein anderes  interessante Arbeitsgebiet überwechseln.

Im April 1994 wurde die Tochter Katharina geboren. Nach 3jährigem Erziehungsurlaub wurde seine Frau, bisher beschäftigt im Bankwesen, 1997 entlassen. Beide richteten durch einen Anbau an ihrem Einfamilienhaus ein Quelle- Shop ein, den Ute Haustein als selbständiges Unternehmen führt.

Auf Grund seiner sich ständig verschlechternden Gebehinderung, mußte Herr Haustein sein Arbeitsverhältnis im Herbst 1998 auflösen. Seit dieser Zeit ist er arbeitslos.

Im September 1999 bekam er die Aufgabe, in einer 9monatigen ABM-Maßnahme des Störtalvereins e.V. in Banzkow, die noch nicht fertiggestellte Chronik von Sukow, weiterzuführen. Nach Ablauf der ABM-Maßnahme, erklärte sich Herr Haustein bereit, die Chronik fertigzustellen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister in Sukow, Herrn Horst-Dieter Keding, entstand parallel zu den Arbeiten an der Chronik, ein weiteres Projekt.

Eine CD-Rom mit über 50 Themen, die ca. 700 Bilder, Zeitdokumente, Tondokumente sowie ein Film über die 650Jahrfeier von Sukow enthält. Um alle diese Arbeiten durchführen zu können, richtete sich Herr Haustein zu Hause einen Arbeitsplatz mit moderner Computertechnik ein. 
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Die Chronik Sukow beinhaltet folgende Themen:

- Autoren der Chronik stellen sich vor
- Die Gründung des Dorfes Sukow mit Geburtsurkunde von 1348
- Beschreibung des Dorfes 
- Das alte Dorfbild 
- Die Entstehung unserer Feldmark und der Flurnamen
- Die Alte Landstraße und der Erbpachtkrug
- Funde und Fundstätten als Zeugen der Vergangenheit
- Die Bauern und die Bauerngeschlechter, Bäuerliches Gerät und Tagewerk 
- Die Büdner und die Häusler
- Schlimme und böse Zeiten für das Dorf und seine Bewohner, Die Kriege und ihre Auswirkungen
  auf Sukow

- Die Sukower Kirchengeschichte
- Die Zeit des Nationalsozialismus und ihre Bedeutung für Sukow
- Der Bombenabwurf auf Sukow – Richard Rohde erinnert sich
- Sukow erhält Bahnanschluss
- Das tragische Unglück am Bahnübergang 
- Die Post begleitet die Bürger durch die Zeit
- Die Verwaltung unseres Dorfes – Die Schulzen, Bürgermeister nd Gemeindevertretungen
- Das Baugeschehen und die Infrastruktur – Die Entstehung des Dorfbildes und seine Veränderung
  bis in die
Gegenwart 
- Das Handwerk und seine Betreiber im 20. Jahrhundert –
- Neugegründete Gewerbebetriebe
- Die Landwirtschaft als strukturbestimmende Existenzgrundlage und ihre Entwicklung nach 1945 -
  Bodenreform, Produktionsgenossenschaften, Neueinrichter

- Das Porträt einer Sukower Bäuerin – Meta Krey
- Die Maul- und Klauenseuche von 1966 in Sukow geht in die
- Dorfgeschichte ein
- Die Molkerei und ihre Funktion in unserem Dorf im Zuge der Zeit
- Von der Jagd als Privileg bis zur Jagdgenossenschaft in der Gegenwart
- Die Willkür der Staatssicherheit – ein Beispiel aus dem friedlichen
- Dorf Sukow
- Das Schulwesen von einst bis heute
- Die Schule und der Kinderhort
- Die Geschichte des Sukower Kindergartens und der Kinderkrippe 
- Das Gesundheitswesen und die medizinische Versorgung in Sukow
- Das kulturelle Leben – ein Kulturkalender – Traditionen – Volkskunstgruppen und Vereine 
- Die Entwicklung des Sports in der Gemeinde
- Sukow – eine Hochburg des Pferdesports in der Region
- Die Sukower Feuerwehr und ihr 83jähriges Bestehen
- Verkaufsläden und Gaststätten der Vergangenheit und Gegenwart
- Die Hufe I Am Dorfplatz 10 - Ein Grundstück macht Geschichte
- Sukower Originale: 3 Männer, an die man sich gern erinnert
- Zietlitz – vom einstigen Gutshof zum selbständigen Dorf und heutigen Ortsteil  von Sukow
- Erinnerungen an das Kriegsende 1945 in Zietlitz / Mecklenburg von Wilhelm Schlät
- Sitte und Brauch im Jahresverlauf – Sagen; Geschichten und Gedichte um unser Dorf 
- Kurzchronik in Jahreszahlen auf einen Blick
- Verzeichnis über Abkürzungen und Worterklärungen aus dem Inhalt
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Lied zur 650-Jahr-Feier Sukows (Text mit Notenblatt)
- Sukow im Bild (Farbfotos aus Sukow im Jahr 2002)
- Bekannte Name von Vermissten und Gefallenen im 2. Weltkrieg  

 

Die Chronik ist zur Bürgermeistersprechstunde käuflich zu erwerben.
                                                                                                                                                   wieder nach oben

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Die Chronik des 1945 verstorbenen Lehrers Ulrich Zinck

zinkUlrich Zinck, geb. am 25.05.1891 in Hohen Viecheln, kam mit seiner Familie 1930 aus Lübesse, Kreis Schwerin nach Sukow und übernahm die 1. Schulstelle im Schulhaus an der Kirche. Herr Zinck erwarb sich sehr bald bei den Einwohnern Achtung und Anerkennung durch sein Auftreten als Lehrer in der Öffentlichkeit.

Sein besonderes Engagement widmete er in seiner Freizeit der Erforschung der Sukower Dorfgeschichte. Dabei berührte er verschiedene Lebensbereiche bis in die ferne Vergangenheit. Ein besonderes Augenmerk richtete Zinck auf Kriege und schlimme Zeiten und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf das Dorf. Er untersuchte und erforschte Funde und Fundstätten menschlicher Ansiedlungen verschiedener Zeitalter bis in die Gegenwart.Ulrich Zinck schrieb seine Forschungsergebnisse in seiner Chronik nieder, die als Abschrift oder Kopie in viele Haushalte Eingang  fand.

Als Offizier der Reserve wurde ihm die Führung der Volkssturm-Formation in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges auferlegt. Als die russischen Truppen dann 1945 mit Raub, Plünderung und Vergewaltigungen in Sukow Einzug hielten, kam Lehrer Zinck, der bis dahin sehr gewissenhaft die I. Schulstelle geführt hatte, damit nicht zurecht. Er entschloss sich mit seiner Familie im Mai 1945 in den Freitod zu gehen.

Sein Werk gilt als Grundlage für eine Gesamtchronik des Dorfes Sukow im Jahre 2002. In dieser Heimatzeitung schrieb Ulrich Zinck in den Jahren 1936-37 in vielen Ausgaben über die Gemeinde Sukow unter dem Thema: "Ein Versuch zur Darstellung der Geschichte und Entwicklung des Dorfes". heimatzeichnung

Er berichtete über die Entstehung des Dorfes, die Schule, Brauchtum, Sitten und Aberglaube, Abgaben, Lasten und Dienste der Bauern, Pflichten und Rechte der Hauswirte, kirchliche Anschauungen und Nachrichten, Auswirkungen der Kriege auf das Leben im Dorf und das alltägliche Leben in der Dorfgemeinschaft.


 Herr Ulrich Zinck  berichtet in seiner Chronik über folgende Themen:

- Die Gründung des Dorfes Sukow mit Geburtsurkunde von 1348
- Beschreibung des Dorfes und seiner Flur
- Das alte Dorfbild
- Die Entstehung des heutigen Dorfbildes
- Entstehung unserer Feldmark
- Die alte Landstraße
- Flurnamen
- Zeugen aus der Steinzeit (10000 - 2000 v.d. Z.)
- Zeugen aus der Bronzezeit (2000 - 750 v.d.Z.)
- Zeugen aus der germanischen Eisenzeit (750 v.d.Z. - 600 n.d.Z.)
- Aus der Wendenzeit
- Der große Münzfund von Sukow
- Der 30-jährige Krieg (1618 - 1648)
- Die Wirren nach dem 30-jährigen Krieg
- Die Zeit der Werber
- Die Franzosenzeit
- Aus den Tagen der Freiheitskriege
- Die deutschen Einheitskriege
- Der erste Weltkrieg

- Von den Abgaben der Sukower Bauern
- Kopf- und Viehschatzregister 1651
- Von den Diensten der Bauern.
- Die Bauerngeschlechter
- Bauerngeschlechter aus alter Zeit
- Der Bauer
- Pacht für die Hauswirte von Sukow
- Bäuerliches Gerät und Tagewerk
- Der Handwerker
- Die Häusler
- Die Verwaltung unseres Dorfes
- Das Schulwesen
- Bevölkerungszahlen
- Unsere Eisenbahn
- Chausseeprojekte
- Sitte und Brauch im Jahreslauf
- Vom Aberglauben
- Unsere Kirche                                                                                                                         wieder nach oben

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ERKLINGE, MEIN LIED (Zur 650-Jahr-Feier Sukows, 16. Februar 1998)                       

Erste Strophe                                                                                                                             Das Notenblatt zum Text
Im vierzehnten Jahrhundert war’s, 2 Jahre vor der Mitte,
notenblattda schrieb Graf Nicolaus per Hand die Urkund’ aus nach alter Sitte.
Der Name stammt von Slawen her, die uns’re Gründer waren,
und Handelsleut von West und Ost, die zogen durch den Ort in Scharen.

Zweite Strophe
Die Bauern und die Büdner bangten um ihr karges Leben,
denn eine Herrschaft nahm, was eine andere vorher grad gegeben.
Auch Kriege brachten Not und Leid, und davon gab es viele.
Doch jedes mal nach schlimmer Zeit, besann man sich auf neue Ziele.

Dritte Strophe
So viele Menschen sah das Dorf, und alle schrieben Geschichte,                           Lied anhören...
und jeder baute mit am Ort, wie ich in der Chronik euch berichte.                     
Wenn alle Menschen , jung und alt, ganz fest zusammen gehen,
dann wird unser Sukow ganz gewiß auch nach tausend Jahren noch bestehen

Refrain
Erklinge, mein Lied, sing’ von Sukow, das ich lieb,
sing’ vom Dorfplatz und von seinen Eichen,
sing vom Forsthof und der Baek,
sing’ vom Neuen, das entsteht,
das noch weit in die Zukunft wird reichen.

Text und Melodie: Manfred Boye, Sukow                                                                                                                         wieder nach oben 

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Bilderanhang in der Sukower Dorfchronik, Quellen: H.-D. Keding, K.-G. Haustein, Kataster- und Vermessungsamt Schwerin

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